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Nutzlast Artikel
Nutzlast ist die Last, die ein Fahrzeug (Flugzeug, Raumschiff, Auto, LKW, etc.) aufnehmen kann, bis das zulässige Höchstgewicht erreicht ist. Es entspricht dem Gewicht der Ladung, die transportiert werden darf.
In der Raumfahrt meint man mit Nutzlast die Masseanteile einer Rakete bzw. eines Raumschiffes, die neben dem Treibstoff transportiert wird.
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Für die (militärische) Luftschiffahrt bestehen einige Besonderheiten, daher folgende Ergänzungen:
Nutzlast*1
ist die Differenz zwischen Auftriebskraft und Eigengewicht, also die Summe der Gewichte von Treibstoff/Betriebsstoffen plus Fahrpersonal (plus Waffen bei Kriegsluftschiffen) plus Ballast (meist Wasser). Die Zahlen verschieben sich stets ein wenig, denn jede Änderung oder Temperatur der das Luftschiff umgebenden Luft ändert das Gewicht der vom Luftschiff (besser dessen Traggaszellen) verdrängten Luftmenge und damit den Auftrieb des Luftschiffes*2.
Die Normangabe für die Nutzlast galt auf Null Grad Celsius bei einem Luftdruck von 760 mm (Quecksilber- bzw. Luftdrucksäule) und 60 % Luftfeuchtigkeit bezogen. Dies war ein angenommener Durchschnittswert. Man muß bedenken, dass Dichte und Temperatur der Luft nach oben hin (teilweise rapide) abnehmen.
Es gilt, je mehr Bomben, desto weniger Brennstoff (d.h. Reichweite). Die rechnerischen Werte wurden vor jeder Einsatzfahrt ermittelt, ein Ballastplan erstellt und dann das Schiff ausgerüstet, ausgewogen (dies alles natürlich auf den jeweiligen Auftrag zugeschnitten).
Und auch das mußte beachtet werden:
der Auftrieb steigt
* mit dem Luftdruck
* mit sinkender Temperatur
* mit der Reinheit des GasesErgo, je "älter" das Gas, um so größer die Verunreinigung durch die Luftbestandteile Sauerstoff, Stickstoff und Wasserdampf. Zwischen den Fahrten wurden die Zellen zu 100 % gefüllt, um die unvermeidliche Diffusion*3 möglichst klein zu halten. Die Reinheit des Gases wurde täglich geprüft; sank diese, dann entleerte man die Zelle und füllt sie mit "frischem" Gas auf. Generell gilt: die größte Nutzlast kann das Luftschiff aufnehmen, das in (nahezu) Meereshöhe fährt/startet, da in dieser Höhe der Luftdruck am höchsten ist.
Wie diffiAbsicht und vielschichtig die physikalisch-praktischen Zwänge waren zeigt auch folgende stets wieder geübte Praxis: insbesondere in den kalten und nassen Wintern reicherten sich die Gaszellen sprich deren Leinwand infolge der feuchten Luft mit Wasser an. Wasser ab wiegt ... Die Luftschiffer ließen daher wenn möglich die Schiffe vor dem Start "auslüften" und in der Sonne trocknen. Das konnte bis zu 2 Tonnen mehr Auftrieb bringen ...
- 1 siehe Stichwort „Ergänzungen zu Prallhöhe und Nutzlast“
- 2 siehe Stichwort „Prallhöhe“ und „dynamisches Fahren“
- 3 lateinisch: „das Auseinanderfließen“; in der Chemie: ohne äußere Einwirkung eintretender Ausgleich von Konzentrationsunterschieden (hier: viel reines Wasserstoffgas auf der einen Seite, auf der anderen Seite so gut wie kein Wasserstoff)
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